Woran erkenne ich manipulierte Geldautomaten und wie schütze ich mich davor?

Geldautomat - Geld abheben mit einer Bankkarte

© emeraldphoto

Die Geldautomatenkriminalität steigt jedes Jahr an. Nach Angaben der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (Enisa) legte diese im Vergleich zu 2007 im Jahr 2008 um fast das Anderthalbfache zu und führte zu einem Schaden von knapp einer halben Milliarde Euro. Zum einen wird diese durch die wachsende Zahl der Geldautomaten in Europa beschleunigt zum anderen werden die Methoden der Betrüger immer ausgeklügelter.

Im Jahr 2008 ist die Zahl der Geldautomaten im europäischen Raum um sechs Prozent auf circa 400 000 gestiegen – 72 Prozent davon befinden sich in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Viele von diesen Automaten stehen fernab von Bankfilialen, etwa an Tankstellen, Flughäfen oder Lebensmittelmärkten. Die Betrüger können somit leichter die Geldautomaten manipulieren, ohne dass dies groß auffällt.

Am meisten verbreitet ist dabei „Skimming“. Skimming ist ein englischer Begriff für das Ausspähen von EC-Kartendaten. Der Einschiebeschacht wird manipuliert, so dass die Daten vom Magnetstreifen ausgelesen und auf gefälschte Karten kopiert werden können. In einigen Fällen manipulieren die Täter auch den Kartenleser am Türöffner der Filiale. Da die Karte im Besitz des Eigentümers verbleibt, bemerkt dieser den Angriff in der Regel erst beim Blick auf den nächsten Kontoauszug. Allein 2008 wurden laut Enisa europaweit etwa 10 300 Skimming-Fälle nachgewiesen.

Auch verfügen die Täter über Techniken, bei denen die Karte im Automaten steckenbleibt und später von diesen herausgeholt wird. Des Weiteren können die Betrüger auch den Abhebevorgang unterbrechen, wenn der Kunde gegangen ist, beenden sie den Vorgang selbst.

Des Weiteren hacken sich organisierte Banden in die Computersysteme der Banken und Websites ein und besorgen sich dort PIN- und Kontodaten.

Zum Schutz vor Betrug und Datenklau werden Verbraucher zu mehr Wachsamkeit aufgefordert. Zwar sind technische Manipulationen auch für aufmerksame Kunden nur schwer zu erkennen, das Risiko, Betrugsopfer zu werden, kann jedoch deutlich verringert werden, wenn Verbraucher folgende Hinweise berücksichtigen:

  • Geben Sie Ihren PIN niemals an einem Kartenleser zur Türöffnung im Eingangsbereich zu den Geldautomaten ein. Denn keine Bank verlangt für den Zugang die Eingabe Ihrer PIN.
  • Lassen Sie sich beim Bargeldabheben nicht über die Schulter schauen, sorgen Sie deshalb für einen angemessenen Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden.
  • Verdecken Sie bei der PIN-Eingabe immer die Sicht auf die Tastatur. Dies erschwert das Ausspähen der PIN durch einen Täter oder eine verdeckt angebrachte Videokamera.
  • Nutzen Sie keine Geldautomaten, an denen Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint. Informieren Sie in diesem Fall sofort Ihre Bank oder die Polizei.
  • Werfen Sie regelmäßig einen Blick auf Ihre Kontoauszüge. Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihr Geldinstitut.
  • Überlassen Sie die Karte niemals Dritten und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.
  • Nutzen Sie, wann immer möglich, Geldautomaten in Bankgebäuden. Frei stehende Automaten fallen

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